Ein großartiges Konzert fand in der Leipziger Moritzbastei statt. Ab 21.00 ging es los und schon das Publikum brachte zum Staunen. Eine Band sollte auftreten, die im Durchschnitt ca. 23 Jahre jung ist und die sollten das Publikum rocken?!

Zunächst einmal war das Publikum im Durchschnitt deutlich jünger als die Band, weiblich und trug Convers Allstars. Darüber hinaus war es aber sehr gemischt, von Indie Rockern, über HipHop Kumpels bis zum Heavy Metaller in der zweiten Reihe. Allerdings sollte man Mädels mit lila Strähnen nicht mehr herein lassen, die sitzen dann nur rum und fragen sich,warum keiner einen DJ auf die Bühne gelassen hat.

Definitiv gut zum Einstimmen war die Vorband The Toulouse. Die haben einen sehr abwechslungsreichen Stil und hatten einen Ersatzdrummer namens Clemens, der es einfach drauf hatte. Witzige Sprüche kamen beim Publikum leider kaum an, obwohl es der Sänger immer und immer wieder versuchte. Naja, die Songs klangen wenigstens gut, wie gesagt abwechslungsreich, mal harter Indie Rock, softe Teile in manchen Stücken und sogar ein bisschen geswingt wurde auf der Bühne. Spitze natürlich der Dresscode mit weißen Hemden und schwarzen Krawatten.

Nach kurzer Umbaupause sollte das Leipziger Konzert starten. Der Dresscode hier bestand aus roten Karo Hemden, lustig und locker. Als Einstieg gab es drei Brüller Songs, bei denen die „mächtigen Kilians aus Dienslaken“ allerdings eher noch wie die kleine Schulband, die sich gerade heraus getraut hat herüber kamen. Es dauerte bis zu „Legally Fly“, dass sie das springende Publikum in sich hinein purzeln ließen und die Show begann. Definitiv haben die Kilians einen super Bassisten, den sie auch effektiv einsetzen und dessen Sound man klar heraus hört. Beide Gitarristen leisten gute Arbeit und wechseln sich im Akkorde schrammeln und Melodien zupfen so gut ab, das man mitten im Song schon gar nicht mehr weiß, wer was spielt. Top Sache! Zum Schlagzeuger sag ich mal nix, könnte zu schlecht ausfallen. Sänger Simon den Hartog wirkte am Anfang leicht abgespannt, aber konnte mit lustigen Sprüchen, Publikumsanheizern und einer klasse Gesangsleistung punkten.

Schön für alle war wohl auf jeden Fall die Zugabe. Simon stellte sich allein auf die Bühne und gab Publikumswünsche zum Besten. Lustige Nummer, bei der die andern eine Rauchpause einlegen konnten.

Alles in allem war es ein gutes, aber auch etwas familiäreres Rockkonzert. Da kamen schon mal Leute in die erste Reihe, strahlten sich die Augen aus, wie schön man da die Kilians angucken kann und gingen wieder zurück an ihren Platz zu ihrem Bier. Es gab solche Momente aber auch heftigen Pogo, der fast bis zur Decke gesprungen wurde.

Schönes Konzert und der Tinitus ist auch noch da.

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