Also heute gibt es mal eine kurze Abhandlung über das, was passiert, wenn man sich ein sehr sehr günstiges Auto kauft und sich damit beschäftigt. Das erste, was ich über mein Auto lernte, war, wie man den Rückspiegel austauscht. eine recht einfache Sache, da er nur von drei Schrauben gehalten wird und mitten in der Tür noch einen Stecker hat.

Weiter ging es mit dem Scheibenwischer. Wenn der nicht mehr an der Scheibe haftet, sondern sonst wohin läuft, sollte man dringend den Wischer-Arm tauschen. Soweit so gut. Falls deine Vorbesitzer das Handschuhfach ruiniert haben, braucht man Klettverschluss, um es wieder ohne Probleme öffnen, und vor allem „schließen“ zu können.

Als nächstes gingen mir ja komplett die Bremsen kaputt. ABS Steuerungseinheit + Bremshauptzylinder. Da kann man selbst fast nix machen. also Werkstatt.

Nach einer kurvigen Berg- und Talfahrt zum Wandern fing das Auto beim Lenken an super laut zu sein. Nach langem Nachlesen füllte ich einmal die Lenkverstärkungsflüssigkeit auf und schon war das Geräusch weg. Allerdings verliert mein Auto ca. 200ml von dem Zeug pro Woche, dass zum Glück nur 3$/Liter kostet. Sehr komische Angewohnheit. Kühlflüssigkeit verliert er sowieso permanent. Kostet nur 1$/Liter. Öl frisst das Auto auch. Öl ist teuer! Zum Glück ist das normal bei so alten Autos und ich habe das kalkuliert.

Jetzt ging es aber auch noch selbst ans Reparieren. Da die Lüftung ausstieg nachdem der Lüfter die ganze Woche gequietscht hatte, las ich nach und fand heraus, dass es den Lüfter gecrasht haben könnte. Ein neuer musste her. Hinter dem Handschuhfach platzierte ich diesen und es lief immernoch nichts. Also schmierte ich den alten, da er noch gut aussah, schickte den neuen zurück und kaufte einen „Blower Motor Resistor“ der den Motor reguliert. Der neue Resistor mache es möglich auf Stufe 1-3 zu lüften, aber nicht auf Stufe 4. Erst jetzt schaute ich mal nach, dass die Zwei Level (1-3 / 4) verschiedene Sicherungen haben. Sicherung für Stufe 4 getauscht und alles lief wieder super! Aber mit einer komplett aufgebauten Beifahrerseite 2 Wochen rumzufahren war nicht so lustig.

Letzte Woche stieg dann noch meine Sitzeinstellung aus. Daher las ich auch darüber nach und fand heraus, dass es nur die Sicherung oder die Reglerbox sein kann. Aber anscheinend hatte sich bei mir nur ein Wackelkontakt eingeschlichen. puh. Doch noch nie hatte die Lehneneinstellung funktioniert. Anleitung im Internet angeschaut, sieht einfach aus, machen! Jedoch kostete es mich heute 2h das Ding auseinander zu nehmen und genau nach der Hälfte brauchte ich einen 8mm Schraubenschlüssel. Mit einem komplett auseinander gebauten Sitz zum Baumarkt fahren, nicht lustig. Aber kaum hatte ich Lehnenmotor und Lehnengetriebe verbunden, lief auch das wieder.

Aber es kann jede Woche etwas neues kommen. Der Volvo mag zum Beispiel keine Kälte, weil sie ein falsches Elektrolyt im Sprit-Pumpen-Relais verwendet haben. Die Pumpe liefert nur aufgrund dessen, wenn es zu kalt ist, nicht genügend Benzin für den Motor. Und das bei einem schwedischen Auto! Super mitgedacht. Weiterhin kann ich Bauteile „Made in Germany“ wenig empfehlen. Lüfter, Resistor, Bremsanlage, Sitzmotor…alles „Made in Germany“. Die schwedischen Teile gehen irgendwie noch.

Mal schauen was nächste Woche kaputt geht. Aber man darf mich jetzt gern anrufen, falls man ein kleines Volvo-Problem hat. Ich habe sie alle!

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