Mein Geburtstagsgeschenk war dieses Jahr ein Ticket, bzw. zwei Tickets für den Geburtstag von Turbostaat. Damals wusste ich schon, dass es ein gaanz großartiges Konzert werden würde. Nach drei Monaten warten frage ich mich dann schon, wie man 63 Songs in zwei Abenden unterbringt und erhielt. Und hier jetzt die Erklärung. Kurz vor jedem Album ging eine Leinwand über der Bühne herunter und eine Platte wurde im Video auf der Leinwand aufgelegt. Turbostaat spielten die 5 Alben durch, 2.5 am ersten Abend und 2.5 am zweiten Abend. Als Zugabe gab es dann noch „Frieda und die Bomben“.

Zu den ersten beiden Alben kann ich eigentlich nur sagen, dass ich wenige Titel kannte und von der Show total überzeugt war. Die Vorband Fjørd schreckte mich ja schon fast ab und ich war so froh, als Turbostaat kamen. Jedoch merkt man deutlich, dass sie auf den ersten beiden Alben noch eine richtige echte krawallige (leider einseitige) Punkband waren. Total überrascht war ich allerdings, dass die Jungs nach all den Jahren die Songs noch so drauf haben. Respekt dafür. Die kleine Location aka Backstage Club nahmen sie dabei voll mit. Keine Ahnung, wo so viele Menschen Turbostaat T-Shirts her haben und wann sie gelernt haben alle Songs auswendig mitzusingen. Total irre! Die Fans von Turbostaat sind einfach grandios und allein deshalb sollte man mindestens einmal auf einem Konzert dieser Band gewesen sein. Am Dienstag gab es einen mächtigen Dauerpogo.

Für mich fing das Konzert leider mit „Harm Rochel“ erst so richtig an. Dieser Song hat etwas, dass einen auf jeden Fall mitreißt. „Guten Tag“ am Anfang und dann ein hart einsteigendes Riff und ein grandioser Chorus, die folgen. Ich war unfassbar begeistert und traurig, dass das dritte Album mittendrin unterbrochen wurde.

Am Mittwoch wollte ich sofort in den Pogo mit einstimmen und das ging auch super! Vielen Dank an all die verrückten Jungs UND Mädels, die sich da vorn zwei Stunden am Stück Schulter an Schulter werfen, sich Arme in die Bauchgrube schmeißen lassen und alles aushalten, was man vorn auszuhalten hat! Danke an die Crowdsurfer, denn die Jungs machen ein Turbostaat Konzert erst so richtig real! Geiles Ding und in München kann man bei Konzerten doch noch mega abgehen! SuperGeil!

Meine schönsten Momente kamen beim Album „Island Manöver“, das man von vorn bis hinten zwar immer einmal hört, aber natürlich noch nie live gespielt gehört hat. Das ist eine faszinierende Geschichte und macht richtig Spaß. Ob man jetzt „lieg ich im Maisfeld“ oder „nimmt dich mit ins Watt, hört sich traurig an“ laut mitschreit, oder bei ruhigen Songs, wie „Pennen bei Glufke“ einmal kurz nur so rumsteht und die Texte genießt. Ich finde es super ein Album ‚mal komplett von vorn bis hinten live zu hören. Man muss nicht ‚mal zwischen den Titeln die Platte umdrehen. Außerdem weiß man genau, was als nächstes kommt.

Irgendwann wusste ich das allerdings nicht mehr und wusste auch gar nicht, ob der Titel jetzt schon gelaufen war oder erst folgen sollte. Vor allem bei „Stadt der Angst“ kam ich total durcheinander. Irgendwann war ich einfach nur noch stolz, dass ich noch springen konnte und das Jan noch singen konnte. Alle waren ziemlich fertig nach zwei Tagen super Rock und Turbostaat machen da einen großartigen Job. Die Zugabe war EINS-A. „Frieda und die Bomben“ war ein unfassbar geiler Abschluss mit drei Minuten mega-abgehen, mitbrüllen und schwitzen. Am Ende trug ich eine Erkältung von diesen zwei Tagen Konzerten davon, die glücklichste Erkältung ever!

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