Eigentlich wollten wir ja nur ‚mal so vorbei schauen beim Konzert von Electro Deluxe. Die Band ist bekannt aus TV Spots und aus meinem Spotify Account, klingt aber auf CD wie eine ganz gute Jazz-Pop Mischung. Live dagegen, live, wow. Keine 10 Sekunden brauchte es die von Arbeit und zerfeiertem Wochende geschädigten Menschen zum Tanzen zu bringen. James Copley ist einfach ein vollkommen wahnsinniger Entertainer. Beim ersten Song „Devil“ machte er schon die verrücktesten Sachen mit seinen Augen und Händen, als ob der Teufel selbst tatsächlich in ihn gefahren sei. Nach dem ersten Song werden die hintersten Reihen schon böse dazu aufgefordert sich endlich zu bewegen und zu klatschen. Denn nur wenn man auf „2 und 4 klatscht, kriegt man Frauen dazu ihren Hintern zu bewegen“. So geht das ganze Konzert von „Links nach Rechts“ und eigentlich immer straight nach vorne.

Ein bisher nie dagewesenes Phänomen sind die neuen Songs. Noch nie habe ich Leute so krass abgehen sehen, bei Songs, die noch keiner kennen konnte. Es wurde Salza, Rockabilly und alles mögliche in den vordersten Reihen getanzt. Bei „Twist Her“ sollten alle Frauen nach vorn, denn James will, wenn er schon so schlecht bezahlt ist, zumindest Frauen zu ihm schreien hören. Total irre, aber geil. Diverse lustige Spielchen nutzt diese Band, bei bestimmten Zeichen wird geschrien, man darf mit und nachtanzen und natürlich müssen die Arme immer oben sein. Entertainment pur verpricht Elektro Deluxe für 1.5 Stunden und dabei ist auch kein Witz über das steife Münchner Publikum zu flach. Ok ok, die haben am Tag vorher in Berlin gespielt, aber die Leute waren großartig drauf. Selbst nach der Zugabe, gab das Publikum nicht nach die Band noch und noch mehr zu fordern. Ein wunderbarer Abend mit einer fantastischen Liveband.

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