Auf dem Love Supreme Festival konnte ich aufgrund der gleichzeitig laufenden, kleinen Veranstaltung mit Gregory Porter, Robert Glasper leider nicht sehen. Deshalb war ich umso fröhlicher, als sich zeigte, dass er nur 4 Tage später in München auftreten würde. Dieses Konzert war ja so ein wenig zweigeteilt. Am Anfang fragte ich mich noch, was die vielen popigen Stücke der Band hier sollten. Warum gab es so viele langweilige Gesangeinlagen und die Solis waren eher mittelmäßig als grandioser Jazz.

Doch nach etwa einer Stunde, gingen dann ‚mal 2 Leute von der Bühne und Herr Glasper leistete sich ein Battle mit seinem Schlagzeuger. Das unwirkliche Jammen von Piano gegen Schlagzeug hatte ich so noch nie gesehen und war hellauf begeistert. Danach gab es ein Rock Gitarren Solo des Gitarristen und ein grandioses Solo am Bass. Die ganze Band besteht aus hervorragenden Musikern, die wissen ihre Talente einzusetzen. Die Leitung übernimmt dann dieser Typ, der eine Mischung aus Homer Simpson und Claude Debussy darstellt. Bei jedem seiner Soli blickte er abwesend in die Runde, prostete nach dem Solo mit seinem Apfelsaft der Menge zu, und war Mister-Chill in Persona. Sobald jedoch einer seiner Kumpanen aufmuckte, bemerkte man das diktatorische Potential.

Nach 2h war dem Publikum noch nicht genug Show geboten und es forderte eine Zugabe. Da eigentlich keine vorbereitet war, entschloss man sich zu jammen. Das ganze ging so lange und weit, dass Robert Glasper anfing die gejammten Teile zu filmen, um sie später verarbeiten zu können. Ein krönender Abschluss zu einem schon sehr sehr guten Konzert.

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