Es war wieder einmal soweit. Wie jedes Jahr bespielte Jamie Cullum die Jazz Open Stuttgart. Doch dieses Mal hatte er sich eine ganz ganz besondere Vorgruppe ausgesucht. Niemand geringeres als die Frau mit dem mehrfachen Grammies auf dem Kaminsims, trat vor ihm auf, Norah Jones. Die Jazz Open hatten außerdem noch die Newcomer „Beyond Headlines“ dazu gesellt. Das ganze klingt nach einer Mega Show für Jazz Fans, und so war es auch.

Beyond Headlines spielten die Menge gut warm. Mit sehr klassischen Jazz Nummern und dazu großartigem Gesang überzeugten sie die Menge. Die vier Jungs und ihre Sängerin trotzten dem heftigen Regen und schafften es gute Laune zu verbreiten. Gute Nummer.

Norah Jones betrat sehr gelassen die Bühne. Sie sollte sich das ganze Konzert lang weder von Regen noch von Sonnenschein aus der Ruhe bringen lassen. Nach 5 Sekunden weiß man, warum die Frau so erfolgreich ist. Ihre Stimme ist einfach der Wahnsinn. Jede Strophe von ihr geht tief unter die Haut, jeder Song ist perfekt einstudiert und außerdem noch mit einem kleinen Schmankerl der Band versehen. Man muss sagen, ein bisschen aus der Ruhe bringen, ließ sich Ms Jones dann doch. Links neben der Bühne stand wohl die ganze Zeit Jamie Cullum und von Mal zu Mal, blickte jemand aus der Band zu ihm herüber. Auch Norah Jones konnte sich ein breites Grinsen in wenigen Momenten verbreiten. „Don’t know why“ und „Sunrise“ sind dann einfach doch sehr sehr großartige Songs. Man weiß einfach, warum man das schon so oft gehört hat. Ein wunderbares Ereignis.

Ganz zum Schluss, durfte Jamie Cullum doch noch die Bühne übernehmen. Der kleine Tausendsassa spurtete und hechtete und rannte wieder einmal wie ein irrer über die Bühne. Er versteht wirklich das Publikum anzuheizen und nicht nur ein Song wurde laut mitgesungen. Sowohl neue als auch alte Songs rattert er nicht einfach herunter, er versteht es jeden Song neu zu interpretieren, mit viel Energie zu versehen und sich artig beim mit jubelnden Publikum zu bedanken. Das ganze macht einfach irre irre Spaß. Wenn er bei einem Song einfach einmal den Text vergisst, dafür dann darüber singt, wie dämlich es ist den Text zu vergessen, dann steigt die Stimmung weiter. Zwischendrin lässt er seine BigBand Trompeter einen Wettbewerb um die Höhe der Töne veranstalten, was anscheinend keine kluge Idee war, sondern einfach in den Ohren wehtut. Seine drei Kompagnons an Schlagzeug, Saxophon und Gitarre & Trompete legen dabei eine mindestens genauso gute Show hin. Natürlich endet er wieder mit „Mixtape“ die Show vor der Zugabe und Stuttgart singt fleißig mit. Das ganze wird zu einem riesigen Sprung-event und macht einfach irre Spaß.

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